Fr., 11.7.08 - Am Tindaskagi


Aufbruch von Žingvellir gegen 9. Der Start ist etwas ungünstig verlaufen: Lebensmittel für eine Woche, noch nicht im Training und 5 kg zusätzliches Trinkwasser.

Das erste Stück der Strecke durchs Kaldidalur ist asphaltiert. Die Straße geht bis an die Berge heran, macht dann etliche Schlenker und steigt dabei an. Vor dem markanten Berg Smjöbrekka steht ein Wegweiser, der links zur Kaldidalurpiste zeigt, der Abzweig rechts weist zum Reitweg Homannaflöt. Der Asphalt hat vor ca. 1 km aufgehört. Das Gatter war so gut zugebunden, daß ich schließlich drüberstieg. Dann quer über Wiese, an deren gegenüberliegender Ecke der Eingang zum Tal zwischen Mišafell fremra und Heyjarsęti liegt. Zwergbirken und -weiden, Heidel- und Blaubeeren, verschiedene Blumen... dazwischen unzählige Geröllbrocken vom Hang des Mišafell.

War ziemlich alle, als ich auf dem Pass Gošaskarš ankam. Hauptsächlich bewachsen mit Graumoospolstern. Nachdem man zwischen den beiden Mišafell hindurch ist, ist links schon die Spitze des Hlöšufell zu sehen, rechts noch der Spiegel des Žingvallavatn.

Angehalten, um ein Bild von Langjökull, Skjaldbreišur und Hlöšufell zu machen. Neben dem Reitpfad erstreckt sich am Fuße einer Anhöhe eine dreieckige Rasenfläche mit gerade genug Platz für ein Zelt. Auf der Anhöhe erhebt sich eine Steinwarte. Ich klettere wegen der Aussicht auf Fotomotiv hinauf und entdecke auf der anderen Seite einen in Felsen gefassten Teich, vielleicht 10 m breit. Das Wasser ist tief, trüb-braun. Wie der Untergrund hier. Aber wenigstens gibt es Wasser auf der Strecke.

Der Reitweg verläuft nördlich, parallel zu einer kilometerlangen Spalte. Nördlicher als die Südspitze von Söšulhólar. Ca. 100 m vor Spaltenübergang stößt er auf eine richtige Piste, die von Westen kommt. An schöner Stelle Fotos gemacht, Pause in den Blaubeersträuchern. Es wurde richtig sonnig und warm. Da kam doch tatsächlich aus der Gegenrichtung ein einzelner Wanderer, Bernd Meyer, ein Mittelsechziger aus den neuen Bundesländern. Auf Dieters Spuren, wie er sagte.

Wir unterhalten uns lange und werden uns vielleicht auf dem Islandtreffen im Herbst wiedersehen. Hier hatte ich zwar einen sehr schönen Rasenplatz entdeckt, da ich aber eigentlich noch mind. 5 km weiter wollte, Bernd gefragt, ob in absehbarer Entfernung noch eine Zeltmöglichkeit sei. Er pries die Rasenflächen an den Hängen der Bergkette Kalfstindar (?). Man müßte nur ein wenig nach oben.

Die Strecke zog sich ziemlich, und dann waren die Grasflächen so nah am Hang, daß ich mich vor Steinschlag nicht sicher fühlte. Der Himmel verdunkelte sich zusehends. Ich schleppte mich weiter und fand endlich eine Stelle mit Graumoospolstern, möglichst weit vom Hang. Die Grasflächen sind mir zu nah. Jetzt regnets.

1. Tag1. Tag
2. Tag
2. Tag

3. Tag

4. Tag
5. Tag
5. Tag
6. Tag
6. Tag
7. Tag
7. Tag
8. Tag
8. Tag
9. Tag
9. Tag
10. Tag
10. Tag